Prosit Neujahr, mein Bester!
Und Dank für den lieben Sylvester!
Mir wurdʼ hier ganz warm umʼs Herze
Nur mus [sic] ich bald mit Schmerze
Scheiden von Neuklostern –
Doch kommen vielleicht zu Ostern
Zurück als treue Verwandte
Wiluka[?] und Jolanthe
31. Dezember. 1926

1) Was ich mir ersehnet habe
Als die schönste Weihnachtsgabe
Was ich mir erhofft so sehr
Ward erfüllt: ich kam hieher.

2) Durfte endlich Emma sehen
Mit ihr rodeln, spielen, gehen
Konnt bewundern Pahlis Sachen
Ihm erfreun mit blödem Lachen.
3) Dann der Tante zweiter Sohn
Schmonki – nein ich bittʼ Pardon
Will ihm [sic] nur mehr Otto nennen
Zwar wird Niemand ihm [sic] erkennen.

4) Dank Euch, lieber Onkel, Tante
Deren Liebe ich erkannte
Und verzeiht mir diess [sic] Gedichte
Eurer treuergebnen 
Nichte.
Neukloster, den 2-ten Januar 1927.

25 Dezember 1926 – 3 Januar 1927
Heinrich Baumgarten