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[…]er[…] Kurt[?] &[?] Demdy[?]
21/II. 1937.

23/4. 37. XV. [= Jahr 15 der faschistischen Zeitrechnung]
Nun nehme ich Abschied: diese vierzehn Tage
Fühlte ich mich hier so glücklich und so froh,
Dass ich vom Herzen, liebe Freunde, sage:
J’ai très rarement passé des jours si beaux!
[Selten habe ich so schöne Tage erlebt!]

Vor mir schon Manche Euch schön und oft besangen,
Ich müsste dichten förmlich ein Poëm,
Um mit der lieben Hausfrau anzufangen:
D’un tact et d’une bonté vraiment extrêmes!
[Von wahrhaft außergewöhnlichem Taktgefühl und Güte!]

Und auch der Schlossherr, nett und lustig immer,
Das Haupt, der Ritter deren von Parin*
Besucht mit Fleiss, kaum aus dem Frühstückzimmer
Le vaches et ses cochous de bon matin.
[Die Kühe und ihre Kälber am frühen Morgen.]

Doch Emma muss fürwahr den Preis erringen,
Die edle Jungfrau, diese holde Fee,
Daß Menestrelle auf Violen sie besingen,
Et par un grand artiste portraiturée.
[Und ein großer Künstler sie porträtiert.]

Dies herrlich Leben köennt’ [sic] ich schier beneiden,
Denn Neukloster und Euch vergess’ ich nie, 
Lebt’ wohl, jetzt muß ich leider von euch scheiden,
Merci de tout mon coeur! Don’t forget me!
[Dank von ganzem Herzen! Vergesst mich nicht!]
*(lies: Parén)
Jolanda Castiglioni

Es waren diesmal nur zwei Tage, aber nicht 
weniger glücklich!
[…]
23[?]/4/1937.