Dieser Besuch galt meiner einzigen Nichte, Klein-Emma.
Schwester Renée! Mögen unsere Kinder, es stets so mit-
einander halten, wie es ihre Mütter getan! Dies der
aufrichtige Wunsch Deiner
Amica
Neukloster den 10 September 1913.
Im neuen Heim, alte Freundschaft gefühlt, und
in gemeinschaftlich verbrachten schönen Stunden
befestigt −und erweitert.
Nini und Ilona Basch
23 Sept. 1913.
Albert Auer
8/X 913
Käthe Necker.
[…]d. Dr.
Oktober 1913.
Zwölf Tage wurden aus den sechsen,
Die ich mir vornahm hier zu sein!
Das machen diese beiden Hexen,
Renée genannt und Emmelein
Die treiben so besondre Künste,
Auf die sie trefflich sich versteh’n
−Zwar ohne alle blauen Dünste −
Ob ihr’s auch wollt, ihr könnt nicht geh’n.
Es ist als wärt ihr festgebunden –
Und wunderschnell entflieh’n die Stunden
Nun wähnt ihr, dunkle Zauberei
Sei bei der Sache wol [sic] im Spiel ….
So wisst, hellichte Hexerei
Die führt unfehlbar sie ans Ziel.
Renée und Mädi, alle zwei
Im Zauberfache leisten viel
Und zwar durch holde Schmeichelei
Durch Appelieren ans Gefühl –
Im besten Sinne, wol [sic] verstanden –
Das rührt die Herzen aller Tanten.
Sie wissen halt gar zart zu binden
Mit Ketten, die so stark als fein;
Drum ist es hart den Rückweg finden
Aus einem Reich, wo Emma Klein
Und Frau Renata mit dem linden
Und gar so lieben Stimmelein,
Das […] nach Wolbefinden [sic],
Die Mutter immer, im Verein
Mit ihren guten Blick und Lachen
Die Seele froh und hell euch machen.
Zwölf Tage wurden aus den sechsen,
Und wunderschönen Dank den lieben Hexen.
Neukloster, im Oktober 1913
Dank auch dem Hausherrn und
Hausvater[?], lieber Otto! Du wirst
nur von Deinen Dreien[?] so
verdunkelt, im Haus
[…] doch nicht im
Herzen deiner
Tante
[…]
