Franjo Trampuž
geb. Kostanjevici na Krasu, Görz und Gradisca / Slowenien, 2. 5. 1870; gest. Ljubljana, Jugoslawien/Slowenien, 29. 6. 1957
Agronom; erhielt Ausbildung an Landwirtschaftsschulen in Görz und Marburg, ehe er 1889‒91 die k. u. k. Oenologische und Pomologische Lehranstalt in Klosterneuburg sowie im Anschluss zwei Semester lang die Hochschule für Bodenkultur in Wien besuchte; in der Folge als Landwirtschaftspädagoge (u. a. Wanderlehrer) auf Mali Lošinj und Krk sowie im istrianischen Pazin tätig. Nachdem er 1919 wenige Monate unter dem neuen faschistischen Regime in Tolmin tätig gewesen war, fiel er in Ungnade, wurde konfiniert und entzog sich einer drohenden Verbannung nach Sizilien durch Flucht nach Jugoslawien. Daraufhin war er in Ljubljana als Referent bzw. Inspektor bei der Landwirtschaftsbehörde tätig und trat 1936 als Chef der Landwirtschaftsabteilung der Verwaltung des Drau-Banats in Ruhestand; zahlreiche Veröffentlichungen zu Obst- und Weinbau, redigierte auch entsprechende Periodika; Verdienste um Förderung bzw. Weiterentwicklung des Weinbaus in Istrien und auf den Inseln der Kvarner-Bucht.
Slovenski biografski leksikon bzw. Primorski slovenski biografski leksikon